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Dienstag, 31. März 2009
Übersetzungen zum besseren Verständnis
Von 24hAltenpflege, 23:48

Ich werde hier nach und nach einige Abkürzungen und medizinische Begriffe für die Allgemeinheit übersetzen oder beschreiben.

Wer Ergänzungen hat, bitte einfach melden .
Alles weiß ich auch nicht *g*.
Liebe Grüße
die Blutgräfin

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Medizinische Begriffe die 1.
Von 24hAltenpflege, 22:55

Apoplex ceribri = Schlaganfall

HI = Herzinfarkt

HWI = Harnwegsinfekt

SHT = Schädel - Hirn - Trauma

MRSA = Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA)-Stämme

Tracheostoma = Tracheotomie, Luftröhrenschnitt

RR = Blutdruck

P = Puls

Temp. = Temperatur

BZ = Blutzucker in mg/dl

s.c. =Subkutane Injektion oder Infusion, in die Unterhaut

i.m. = Intramuskuläe Injektion, in den Muskel

i.v. = Intravenöse Injektion oder Infusion, in die Vene

i.a. = Intraarterielle Injektion

weitere Injektionsarten / Spritzen:

Intraartikulären Injektion wird das Medikament direkt in die Kapsel eines Gelenks injiziert.

Intraperitoneal-Injektion wird das Medikament in die Bauchhöhle injiziert.

Intrapulmonal-Injektion wird das Medikament in die Lunge injiziert.

Intraossär-Injektion wird das Medikament in das Mark eines Knochens injiziert.

Intrakardial-Injektion wird das Medikament in das Herz injiziert

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Verdacht auf Apoplex ceribri und eine Schädelprellung
Von 24hAltenpflege, 21:43

Die letzten zwei von sieben Spätdiensten waren doch zum Schluß etwas heftiger.
Aber erzählen muss ich wohl der Reihe nach.

Gestern 18.45 Uhr, Kollegen des oberen Wohnbereiches riefen mich hoch in den Speiseraum.
Folgende Situation fand ich vor:

Über 90 Jährige Bewohnerin saß am Tisch, Hautfarbe gräulich zyanotisch, Atmung vorhanden, nicht ansprechbar, apathisch mit offenen ausdruckslosen Augen, seitengleicher druck in händen nicht vorhanden, herabhängender linker Mundwinkel, dazupassende lähmungserscheinungen der linken körperhälfte. anfänglich keine rr werte ermittelbar, puls tastbar aber schwach und bei 40

Schnell die 112 gewählt "Verdacht auf Apoplex ceribri (Schlaganfall)"

Ich gabe Anweisung, die anderen Bewohner, die noch an den Tischen saßen, auf die Zimmer zu begleiten.

Danach starker Speichelfluss, obere Prothese kippte runter und Bew, drohte zu ersticken. Die Prothese entfernte ich und zu zweit legten wir die Bew. in die stabile Seitenlage. RR Kontrolle nach ca. 5 Minuten möglich 100/60, aber immer noch sehr schlecht hörbar. Bew. wurde wieder wacher.
IRLS erneut informiert, dass Zustand stabil.
Zwei Minuten später kamen die Kollegen vom Rettungsdienst.

RettAss: "Was habt ihr denn für uns? Einen Apoplex?"
Ich: "Ja, verdacht auf."
Da schaltete sich die Bewohnerin ein:
 Bewohnerin:"Wieso liege ich auf dem Boden?"
RettAss:"ja, wieso liegt sie denn auf dem Boden??"
Ich: "Bew. drohte am Speichel zu ersticken."
RettAss: "Welche Symptome deuteten denn auf einen Apoplex und wieso keine Synkope?"
Ich: "Herabhengender Mundwinkel, Halbseitenlähmung, kein seitengleicher Handdruck"
RettAss: "Das hast du schon gemacht?"
Ich: "Ja, wieso nicht?"
RettAss: "Das ist gut und der RR?"
Ich: "100/60 vor etwa fünf Minuten. Aber ehrlich, konnte ihn schlecht hören."
RettAss: "Das ist doch okay."
Bewohnerin: Ich will aber nicht ins Krankenhaus, können sie mich nicht auch hier versorgen?"
RettAss:"Nur zur Überprüfung, wenn nichts ist, sind sie später wieder hier."
ich: "Es dient ja nur zur Kontrolle, nicht das es ihnen später noch schlechter geht."
Das beruhigte die Bewohnerin und sie ließ sich auf die Trage legen.

Eine Stunde später wurde ich erneut hoch gerufen.
Eine Bewohnerin war gefallen und hatte eine Hufeisenförmige oberflächliche Hautablederung am rechten Unterschenkel.
Nach einem Bodycheck versorgte ich die inzwischen nur noch gering blutende Wunde mit Sofratüll Gaze, Kompresse und Mullkompresse und füllte anschließend ein Sturzereignissprotokoll aus.
Bew. hatte keine weiteren Beschwerden und verblieb im Haus.

Heute um kurz vor acht war ich auf dem unteren Wohnbereich, wo mich dann die Kollegen hoch riefen, da eine Bewohnerin gestürzt war.

So fand ich Bewohnerin vor:
Bewohnerin über 90 Jahren saß an der Zimmertür gelehnt. Auf der linken Stirnseite hatte sich eine Tennisball große Schwellung mit Hämatom gebildet, darüber eine oberflächliche Hautabschürfung.
Keine weiteren Verletzungen feststellbar nach Bodycheck. Schwellung wurde gekühlt und ein RTW angefordert um ein SHT ab II Grades auszuschließen.
Die Rettungsassistenten waren nach nicht mal fünf Minuten da.
Ich gab Auskunft und die Bewohnerin wurde zur Kontrolle mitgenommen.
Bewohnerin machte sich lediglich über die Kosten sorgen. Da konnten wir sie aber beruhigen .

Dann waren wir vor der Übergabe am Essen, da schallte ein dumpfer Knall zu uns hoch mit lautem Scheppern.
Die bereits anwesende Nachtwache ging zum Fenster und brach in Lachen aus.
Sie: "Wie kann man nur die Ampfel einfach umfahren!"
Wir also auch aufgestanden und geguckt, da verging auch der Nachtwache das Lachen. Auslöser des Unfalles war ein Junge, der bei Rot über die Strasse gegangen ist. Die Autofahrerin wich aus und knallte frontal gegen den Ampelmast und dieser wurde umgeknickt.
Eine Passantin machte dem Jungen von ca. 8/9 Jahren vorwürfe, dass man nicht über Rot gehen kann. Dieser schluchzte sehr laut und meinte immer wieder, dass er das doch nicht wollte.
Schnell war die Pol und auch der RTW da. Der Junge stand sichtbar unter Schock und Mitarbeiter des unteren Wohnbereiches brachten ihn ins Foyer, dort wurde er dann von einem RettAss betreut, bis seine Mutter kam.

Zum Glück war es nur ein Blechschaden und es wurde keiner weiter verletzt, doch der Junge wird sicherlich nie mehr bei roter Ampel die Strasse überqueren.

Als meine Kollegin und ich um 21.00 Uhr das Haus verliessen, stand das Unfallfahrzeug immer noch da und nur ein Wagen der Pol. war noch zur Absicherung da.

Ach ja und der gestrige Verdacht auf Apoplex war auch ein kleiner.

 Das waren die letzten beiden Spätdienste und ich bin froh, dass ich morgen frei habe.
Liebe Grüße und allen eine gute Nacht.
die Blutgräfin

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Eine Bitte!
Von 24hAltenpflege, 21:01

Ich habe da mal ein Anliegen.
Folgende Situation schilderten die Kolleginnen des unteren Wohnbereiches:

- Bew. wurde mit RTW von der Dialyse zurück ins Haus gebracht
- Bew. hat MRSA - Schutzkleidung ist pflicht
- Kollegin des Wohnbereiches war alleine und darf aus gesundheitlichen Gründen nicht mit zu der Bew.
- Rettungsassisten legen die Bew. alleine im Zimmer um auf ihr Bett
- Rettungsassisten gehen
- Pflegehelferin kommt zum Dienst und findet vor:
- Bew. liegt am Fussende des Bettes
- Das Bettgitter ist unten - Sturzgefahr
- meine Wenigkeit kommt von meinem WB, lässt FSJ`lerin alleine auf dem WB, hilft die Bew. hochzuziehen
- Bettgitter beim verlassen des Zimmers hoch gestellt

Was ist daran falsch?

Belehrt mich eines besseren, liebe RettungsdienstkollegInnen, ich bin der Meinung, dass ihr in diesem Falle doch kurz das Bettgitter hoch stellen könntet???
Ihr bekommt auch gerne eine Einweisung, aber einfaches hochziehen reicht eigentlich .
Und wenn ihr eine Bewohnerin umlegt, dann legt sie doch bitte auch gleich höher ins Bett und nicht ans Fussende.

Ich gehe immer davon aus, dass ich so was auch nicht möchte und ihr doch sicher auch nicht, oder?

Sicher, die Kollegen vom Rettungsdienst wollten schnell aus ihre Schutzanzügen raus, dass verstehe ich auch. Doch überlegt mal, wie lange das Pflegepersonal darin stecken muss um die Bewohner zu versorgen und das bis zu 10x in einer Schicht.

So, und nun bin ich offen für Kritik und Anregungen  oder sonst was .
Bis dahin, LG
die Blutgräfin

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Sonntag, 29. März 2009
Noch drei Spätdienste
Von 24hAltenpflege, 01:36

So, nun will ich mal wieder was unter dieser Rubrik schreiben, nach dem ich eben von meiner ersten Blaulichtfahrt erzählt habe (siehe Bereitschaft).

Was gibt es neues bei mir?

Also, ab 14.4. arbeite ich auf den Wohnbereich II. Auf diesem Wohnbereich ist eine Auszubildende tätig, die ich noch mehr begleiten muss und möchte.
Auf zwei verschiedenen Wohnbereichen geht das schlecht.
Das heißt für mich, neue Bewohner kennen lernen und vor allem die Namen lernen.
Mehr dazu später.

Dann war der HSV ja doch noch recht erfolgreich, worüber ich mich natürlich sehr freue.

Ansonsten ist alles beim alten und ich hatte gestern meinen vierten Spätdienst.
Wenn die Spätdienste rum sind, habe ich ein paar Tage frei und da freue ich mich schon sehr drauf.

Und nun wünsche ich allen Lesern einen schönen Sonntag.
Liebe Grüsse
die Blutgräfin

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Meine erste Blaulichtfahrt oder Einsatz für die Betreuung
Von 24hAltenpflege, 01:26

Am 24.03. war ich mit meinem Verlobten auf dem Geburtstag meiner Mutter in Heist.
Meine Schwester und ihre Familie waren gerade los und wir wollten noch klönen.
Mit einem Mal wurde uns bewusst, dass wir ja noch die Melder haben.

Der Text auf unseren DME lautete ungefähr: "18.33 uhr-gas-Gasgeruch in Keller-es dringen explosionsartige geräusche aus dem objekt"

Also ein Einsatz für uns beide.
Mama verstand gar nicht, was los war. Wir mussten ihr erst mal erklären, dass wir los müssen.
Gesagt getan. In 13 Minuten waren wir am Stütz und in weiteren fünf Minuten saßen wir umgezogen im MTW.

Das war dann meine erste Blaulichtfahrt für einen Einsatz.
Da war ich aber zum Glück nicht die einzige, denn die Kameradin von der Wasserwacht saß neben mir.

Am Einsatzort angekommen wunderten wir uns, dass die Strasse nicht abgesperrt war.
Wir bekamen von der Einsatzleitung den Auftrag, am Bereitstellungsort, ein Zelt zur Betreuung von Evakuierten Anwohnern aufzubauen.
Das machten wir dann auch. Als wir gerade fertig waren, durften wir das Zelt auch schon wieder abbauen.
Der Einsatz wurde abgeborchen und für uns hieß das, alles wieder einpacken und Abspann.

Um ca. 20.45 Uhr waren wir zurück am Stütz und um ca. 22.00 Uhr waren mein Verlobter und ich dann bei mir zu Hause. Mit Fahrtzeit und Reaktionszeit ein Einsatz von knappen 3 Stunden.
Einen Tag später und ich wäre nicht dabei gewesen, denn ich hatte da wieder Spätdienste.

Zum Glück ist nichts weiter passiert und wir hatten mal wieder eine Übung mehr im Zelte auf- und abbau.
Mehr über den Einsatz erfahrt ihr beim Pinneberger Tageblatt .
Im Einsatz waren die FF Ellerbek, die Polizei und die Bereitschaften des DRK Pinneberg und Rellingen.

So viel zu meiner ersten Blaulichtfahrt.

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Samstag, 21. März 2009
Ich hasse MRSA
Von 24hAltenpflege, 15:48

Am Donnerstag kam eine Bewohnerin mit MRSA aus dem Krankenhaus und der Reha zurück.

Seit dem heisst es, vor betreten des Zimmers, Schutzkleidung anlegen.
Also Schutzkittel, Mundschutz, Haube, Fusslinge und natürlich Handschuhe.

Und wieso hasse ich nun MRSA?
Weil die Schutzbekleidung folgendes bewirkt:

1. beschlägt die Brille sofort
und
2. schwitzt man ohne Ende

Ich hoffe, dass die Bewohnerin bald wieder Keimfrei ist und es ihr besser geht.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende.
LG die Blutgräfin

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Mittwoch, 11. März 2009
Musik ist die beste Medizin - RTL Regional Nord
Von 24hAltenpflege, 04:50

Gestern gesehen bei RTL Regional Nord von 18.00 bis 18.30 Uhr. Achtet mal auf den Rufnamen des RTW und die Rettungswache :

Musik ist die beste Medizin

Sie retten Menschenleben in ihrem beruf, doch ihre Leidenschaft gilt der Musik.
Nach Diensteende tauschen die Hamburger Marcel, Michael, Claas und Stephan die medizinischen Geräte gegen Gitarre, Schlagzeug und Mikrofon

Ihre Band "Bigs" ist der perfekte Ausgleich zum Berufsalltag und nun kommt die erste CD der Hobby Rocker.
Infos zu Bigs findet ihr hier www.myspace.com/bigsrockt.

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